Welche Ausbildung muss man haben, um Modedesigner zu werden?
Jo B. | Beruf29 Nov 2011
Der Arbeitsmarkt hält vor allem für junge Berufseinsteiger zahlreiche Berufe bereit welche ein hohes Maß an Kreativität erfordern. Bestes Beispiel hierfür ist sicherlich der Beruf des Modedesigners. Zahlreiche Tätigkeitsfelder sorgen dafür das die Branche stark floriert. So gehört neben der Konzeption und der Entwicklung ganzer Kollektionen sowohl die Analyse der Absatzmärkte als auch der Bereich der Materialbeschaffung zu den Aufgaben eines Modedesigners. Neben einem besonders hohen Maß an Flexibilität wird in der Regel eine hohe Belastbarkeit des Bewerbers vorausgesetzt. Wer diese Fähigkeiten mitbringt, kann den Beruf des Modedesigners an einer der zahlreichen Modefachschulen erlernen. Voraussetzung um für den Bildungsgang des Modedesigners zugelassen zu werden ist der Nachweis über die Erlangung des mittleren Schulabschlusses. Oftmals ist die Aufnahme an einer Modefachschule mit einem sogenannten Eignungstest verbunden. In ihm werden die Kenntnisse des Bewerbers in Bezug auf sein Allgemeinwissen sowie auf berufsspezifische Fragen abgefragt. Zusätzlich zum Eignungstest wird der Bewerber in der Regel zur Abgabe einer sogenannten Arbeitsmappe aufgefordert.
Sie enthält beispielsweise die Anfertigung eines Musters in Form eines beliebigen Kleidungsstücks, wie z.B. eines Beanies, mit dem der Bewerber seine Fähigkeiten in Bezug auf sein handwerkliches Können unter Beweis stellen kann. Die Arbeitsmappe wird nicht selten nach klaren Vorgaben erstellt, um dem Bewerber einen Einblick in das spätere Arbeitsleben zu ermöglichen. Entsprechen sowohl der Eignungstest als auch die Arbeitsmappe den Anforderungen der jeweiligen Modefachschule wird der Bewerber zu einem persönlichen Vorstellungsgespräch eingeladen. Hierbei haben sowohl der Bewerber als auch die Verantwortlichen der Modefachschule die Möglichkeit sich näher kennenzulernen und eventuelle Fragen in einem Beratungsgespräch zu klären. Durch die Reform des Bildungsgangs zum Modedesigner ist es nicht mehr wie bisher erforderlich, eine abgeschlossene Lehre zum Schneider vorweisen zu können. Grundlegende Kenntnisse in Bezug auf die Anfertigung von Kleidungsstücken werden nun im Bildungsgang zum Modedesigner vermittelt.
In der Regel dauert die Ausbildung zum Modedesigner 3 Jahre. Eine Verlängerung der Ausbildungszeit ist unter Umständen möglich. Sie muss jedoch gegenüber den Verantwortlichen genau begründet werden. Um die Kosten für die Ausbildung zum Modedesigner möglichst gering zu halten, legen immer mehr Modefachschulen Wert darauf, dass die angehenden Designer ihre handwerklichen Fähigkeiten in Eigenregie fördern. Praktika beispielsweise im Ausland und ohne jegliche Bezahlung werden hierfür jedoch nicht gerne gesehen. Aus diesem Grund arbeiten die meisten Modefachschulen mit regionalen Unternehmen zusammen und leisten somit gleichzeitig einen wesentlichen Beitrag zur Förderung der Wirtschaft.
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