Verrückte Mode von heute

Jo B. | Aktuelle Mode
10 Okt 2011

Im 21. Jahrhundert zeigt sich die Mode von ihrer schrillsten Seite

Noch nie zuvor war Mode so farbenprächtig und bunt wie in der heutigen Zeit. Es gibt heutzutage beinahe keine Grenzen mehr, alles ist erlaubt – je ausgefallener, desto besser.

Von Emos bis hin zu Gruftis – die durchschnittliche mitteleuropäische Fußgängerzone im Jahr 2011

Schlendert man in Jahr 2011 durch eine der großen Einkaufsstraßen einer beliebigen deutschen Großstadt, offenbart sich die komplette modische Vielfalt der heutigen Zeit.
Viele Trends der Subkulturen haben Eingang in den Mainstream gefunden und was früher als No-Go galt, ist heute nichts Besonderes mehr.
Ein gutes Beispiel hierfür ist der Irokesen-Haarschnitt. War diese Frisur einst ein Symbol der anarchistischen Punk-Bewegung, so tragen heute sogar Kleinkinder diese Frisur, da ihre Eltern sie für süß halten. Dasselbe gilt für zahlreiche andere Stilelemente des Punk, seien es Nietengürtel und -armbänder, Lederjacken oder derbe Schürboots.
Eine Weiterentwicklung der modischen Aspekte des Punk stellt der besonders unter Teenies sehr beliebte Emo-Look dar. Pechschwarze und knallbunte Haare, die mit Unmengen von Stylingmitteln zu kunstvollen Stachelfrisuren geformt wurden, bleiche Haut und pechschwarz umrandete Augen sowie Outfits, die genauso knapp wie “destroyed” sind, kennzeichnen diesen Look. 13-Jährige, die aussehen, als wären sie soeben der morbiden Fantasie von Tim Burton entsprungen, sind längst ein gewohnter Anblick und rufen bei niemandem mehr Entsetzen hervor.
Und im Unterschied zum bereits vor 20 Jahren populär gewesenem Grufti-Look gehören Emos heute in einer gewissen Altersgruppe tatsächlich zum Mainstream und sind im Gegensatz zu Gruftis keine Subkultur.

Ein Blick nach Fern-Ost – Ganguros

All dies scheint im Vergleich zu dem, was sich in den Straßen Tokyos abspielt, noch dezent und unauffällig.
Ein gestandener Emo lockt in den dortigen Gefilden keinen mehr hinter dem Ofen hervor, denn die Einkaufsviertel Japans werden von sogenannten Ganguros regiert. Braun gebrannt mit gebleichtem Haar und hellen Lippen wirken diese vornehmlich weiblichen Jugendlichen wie lebendig gewordene Manga-Charaktere. Der Kleidungsstil ist im Gegensatz zu den Emos nicht schwarz und von Gruftis inspiriert, sondern knallbunt und fröhlich. Mini-Röcke, Kniestrümpfe, Plateau-Schuhe und massenweise quietschbunter Schmuck sind die Standardausrüstung japanischer Ganguros.

Auch früher ging es bereits verrückt zu

Mode war zu allen Zeiten ein Mittel, der Persönlichkeit Ausdruck zu verleihen und Aufmerksamkeit zu erregen. Ob im 18. Jahrhundert die unglaublich hohen Turmfrisuren mit Accessoires wie Miniaturschiffchen der französischen Königin Marie Antoinette oder der durchgeknallte Techno-Style mit Sonnenblumen als BH und türkis gefärbten Augenbrauen – Mode hat schon immer für Staunen gesorgt.

Tags: , , , , ,

Comments are closed.